Върху поройнитѣ валежи (С огледъ на поройнитѣ валежи въ България)

Д-ръ Любомир Кръстановъ. Върху поройнитѣ валежи (С огледъ на поройнитѣ валежи въ България)

Dr. L. Krastanov. Über die Schauerniederschlage (Mit Berücksichtigung der Niederschläge in Bulgarien)

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ÜBER DIE SCHAUERNIEDERSCHLÄGE.

(Mit Berücksichtigung der Niederschläge in Bulgarien)

Von Dr. L. Krastanov.

        In der vorliegenden Arbeit wurde ein Versuch gemacht, die Hauptzüge für eine allgemeine Untersuchung der Schauerniederschläge in Bulgarien zu geben.

        Zunächst wurden die Schauerniederschläge in Sofia statistisch untersucht. Es wurde festgestellt, dass die Intesität sich ziemlich regelmässig mit der Zeitdauer vermindert. Ausserdem wurden auch die s. g. „Niederschläge mit mittleren Intensität“ für verschiedenen lange Zeitintervalle definiert.

       Nachher wurden auch die Hauptbedingungen für die Weiterentwicklung der mikrometeorologischen Prozesse, welche die Schauerniederschläge verursachen, dargelegt. Auf Grund ähnlicher Betrachtungen, wie diejenige von Findeisen, wurden die Bedingungen für die Niederschläge allein von Graupel bzw. von Schauerregen angegeben.

       Endlich wurden synoptisch die Wetterlagen verfolgt, bei denen sich diese Prozesse entwickeln und auch ein Versuch gemacht um dieselben zu typisieren. Auf Grund der Ausbreitungsrichtung und nach dem Typ der Diskontinuitätsfläche wurden vier Haupttype bestimmt:

       Die Hauptresultate der letzteren Untersuchung sind folgende:

  1. Anwesenheit einer Diskontinuitätsfläche (meistens eines Kaltfronts). Die stärksten Schauerniederschläge sind eine Folge der Kombination aus nach Form und Typ verschiedenen Diskontinuitätsflächen, welche sich gleichzeitig gegen das gegebene Gebiet bewegen.
  2. Anwesenheit einer passenden Verteilung von labilisierten und reichen an Wasserdampf Luftmassen vor der Diskontinuitätsfläche.
  3. Anwesenheit einer passenden Verteilung der Hoch- und Tiefdruckgebiete, wobei Bulgarien sich fast immer in einem „neutralen“ Gebiet befindet, welches besonders günstig für eine termische und feuchte Labilisierung der Luftmassen ist.
  4. Anwesenheit passender Geländegestaltung, welche in vielen Fällen die Ausbildung dieser Prozesse begünstigt und verstärkt.

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