Приносъ къмъ изучаване на застудяванията у насъ

Д. Бакаловъ. Приносъ къмъ изучаване на застудяванията у насъ

D. Bakalow. Beitrag zur Erforschung der Kälterückfälle in Bulgarien

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BEITRAG ZUR ERFORSCHUNG DER KÄLTERÜCKFÄLLE IN BULGARIEN.

(Zusammenfassung)

Auf Grund der im Zeitraum von 40 Jahren täglichen Mitteltemperaturen von Sofia (Tab. 1) wird der jährliche Temperaturgang untersucht. Dieser zeigt sich als eine symetrische Sinuswelle, die durch kleinere Wellen (Sekundärwellen) moduliert ist (Fig. 2). Es sind 44 solche Wellen zu unterscheiden, was einer mittleren Frequenz von 8.3 Tage entspricht. Um die Zeit des sommerlichen Solstiziums und der beiden Aequinoxii zeigen die Sekundärwellen die grösste Beständigkeit (rund 10.5 Tage für je eine Welle). Eine ähnliche Verlängerung fehlt jedoch um die Zeit des winterlichen Solstiziums, was durch eine vermehrte Zyklonentätigkeit erklärt wird.

Der jährliche Temperaturgang (nach Monatsmitteln) wird, nach der Methode der kleinsten Quadraten, ausgeglichen. So bekommt man die Reihe 2 (Seite 76). Ein Vergleich zwischen den ausgeglichenen und mittleren Monatstemperaturen ergibt die Differenz (Tab. 2) die auch graphisch (Fig. 1) gezeichnet ist. Einige Monaten (Januar, März, April, Juni, Juli, November) sind kälter, andere (Februar, Mai, August, September, October, December) — wärmer als sie sonst „theoretisch sein sollten“. Ersteres ist durch die öfters vorgekommenen Kaltlufteinbrüche zu erklären.

Von allen Kälterückfällen sind nur gutausgeprägte näher untersucht. Auf Grund der v. Elsner’schen pentadenmittleren Luftdruckkarten, die graphisch addiert sind, wird der mittlere Luftmassentransport während der Pentade verfolgt. So sind die Karten Fig. 3 gezeichnet. In Verbindung mit den Windrichtungsisoplethen (Fig. 4) sind folgende Hauptrichtungskomponenten der mittleren Luftmasseneinbrüche festgestellt, und zwar:

Im Januar u. Februar: vorwiegend mAk und cAk aus NW u. NE

Von März bis Mai: cAk, mAk, mPk, aus NW.

Juni u. Juli: Monsuneinbrüche mit mPk aus W u. NW. Als Begin des Monsuns in Bulgarien ist den 13. Juni anzunehmen, also 3 Tage später als in Deutschland (nach Roediger).

August u. September: Bulgarien liegt im Herbsthöchdruckgebiet (Herd des winterlichen Monsuns). Doch sind noch einige mPk — Einbrüche von Westen bemerkbar.

Oktober u. November: vorwiegend cAk aus N u. NE.

December: wie im Januar u. Februar.

Als Beispiele sind zwei Kaltlufteinbrüche untersucht. Der erste (30. VI. — 1. VII. 1937, Fig. 5 u. 6.) ist ein Monsunfall. Der zweite (16—17. XII. 1938, Fig. 7 u. 8.) ist cAk — Einbruch aus Nordosten.

Es ist hervorzuheben, dass Bulgarien vorwiegend dem Einfluss der westeuropäischen Klimafaktoren unterworfen ist, nicht den nordostasiatischen, wie einige anzunehmen geneigt sind.

D. Bakalow.

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