Типове време въ Югоизточна Европа

Д. Тр. Бакаловъ. Типове време въ Югоизточна Европа

D. T. Bakalow. Wetterentwicklungstypen in Südosteuropa

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WETTERENTWICKLUNGSTYPEN IN SUDOSTEUROPA

von

D. T. Bakalow

(Zusammenfassung)

Zuerst sind die bisher vorliegenden Versuche, Wettertypen zu schafen kurz besprochen (sieh Lit. 2. 3, 4, 10 und 11 am Ende).

Der Verfasser schlägt die Bezeichnung „Entwicklungstypen des Wetters“ an Stelle von „Wettertypen“ vor, da dadurch nicht von einem Wetterzustande, sondern von einem Prozess gesprochen wird. Genauer bedeutet sie: die durch die Grosswetterlage bedingten meteorologischen Faktoren, die immer zu fast ein und denselben Kleinwetterentwicklung über dem Balkan führt.

Er kommt zu folgender Unterteilung:

 

Typ Art

I. Nordwestlich (NW) oder ozeanisch

(direkt

(indirekt

II. Nordöstlich (NE) oder kontinental

 

III. Westlich (W) oder Mittelmeertyp

(rein westlich (W)

(südwestlich (SW)

IV. Antizyklonal (A)

(sommerlich

(winterlich

 I. Beim NW-Тур führt die Grosswetterlage zu Einströmmen der Luftmassen aus Nordwesten in aufeinanderfolgenden Staffeln. Man unterscheidet hier:

a) Direkte Art: Hochdruckgebiet über Nordatlantik mit auftmassen mPk oder mA, je nach der Jahreszeit, immer aber bil geschichtet. Hauptzeit: die warme Jahreshälfte, aber auch anzjährlich. (Ein Beispiel: sieh Lit. 14, Seite 90).

b) Indirekte Art: Warmes Hochdruckgebiet über West Europa oder Spanien. Die Tiefdruckgebiete zogen von NW nach E, sodass der Balkan in ihren von mP-Luftmasse und starken p-Winden ausgefüllten Warmsektor fällt. Die Rückseite ist mit Eühler NW-Strömung verbunden. Diese Wetterlage ist häufiger in den Übergangszeiten. Man beobachtet auch eine durch die gebirge erzwungene Regeneration des Warmsektors. (Beispiel: Lit. 15, S. 123).

Die Luftmassen des NW-Тур sind meistens ozeanischen Ursprunges bei deren Einbruch in Balkan fast immer die „Interne Konvergenzlinie“ sich bildet — eine äusserst wetterwirksame Erscheinung SE-Europas (Lit. 14, S. 92).

II. Der NE-Тур ist häufig in der kalten Jahreshälfte. Die Grosswetterlage zeigt ein Hochdruckzentrum über Russland, woher kalte kontinentale Luftmassen (cP oder cA) in den Balkan einströmmen (Beispiel: Lit. 14, S. 95). Das jährliche Temperaturminimum fällt oft mit diesem Typ zusammen. Bei Überströmen der Gebirgskämme beobachtet man Bora-Winde. Der NE-Typ geht leicht in 3—5 Tage in den Typ A über.

III. Der Mittelmeertyp. Tiefdruckgebiet herrscht über Europa. Die Polarfront läuft SW-NE über Mitteleuropa und ihre genauere Lage bestimmt die folgenden Arten:

a) Westliche Art (W). Die Front liegt südöstlich unmittelbar an der Halbinsel, die von der Warmsektoren der wandernden Zyklonen kaum oder wenig berührt wird. Es ziehen aufeinanderfolgende Okklusionen der Zyklonenfamilie vorbei, die die warme Luftmasse nur in der Höhe erkennen lassen. Die Bodenerwärmung wird durch rückläufige mPw-Masse, in keinem Falle aber durch T-Luft verursacht. (Beispiel: Lit. 15, S. 119).

b) Südwestliche Art (SW). Die Polarfront liegt nördlicher von dem Balkan, sodass dieser in die Warmsektoren der Zyklonen fällt. Es herrschen dabei bis in grossen Höhen starke südliche Winde (Scirocco). Die Luftmassen sind meistens T- oder Pw-Ursprunges, deren Beständigkeit selten 3—4 Tage überschreitet. (Beispiel: Lit. 15, S. 110).

Die beiden Arten werden gewöhnlich durch den NW-Typ abgelöst. Der Mittelmeertyp erscheint vorallem in den Übergangszeiten, besonders im Frühling.

Der antizyklonale Typ (A) kennzeichnet sich durch die Bildung eines quasistationären Hochdruckgebietes über der Balkanhalbinsel, was eine fast regelmässige Erscheinung nach jedem Kaltlufteinbruch von NW oder NE ist. Dann wird das Wetter plötzlich schön: Aufheiterung, abflauende Winde und die Luftmasse ist je nach Jahreszeit in rascher Umwandlung begriffen. (Beispiel: Lit. 12 u. 17). Manchmal bilden sich dauerhafte Strahlungs- oder Hochnebel.

a) Sommer art, am häufigsten von Mitte Juli bis Mitte Oktober: Das warme und heitere Wetter bringt es zu hohen Temperaturen; auch Jahresmaximum (Lit. 17).

b) Winter art, am häufigsten während der kalten Jahreszeit. Starke Ausstrahlung (bei arktischer Luft auch Jahresminimum der Temperatur) und sehr dauerhafte Nebel.

Die Häufigkeit der Wetterentwicklungstypen und deren Beständigkeit ist in Tab. I ersichtlich. Hier bedeutet:

a — die mittlere Häufigkeit (Anzahl der Fälle)

б — die mittlere Beständigkeit (in Tagen)

в — die mittlere Anzahl der Tage jedes Monats, die durch ein und denselben Typ gekennzeichnet sind (Produkt aus a und 6).

Zum Schluss wird auch die Frage der Kontinentalität des bulgarischen Klimas auf Grund des Luftmassenkalenders (Lit. 5, 6, 7) und anderen Klimamateriales kurz besprochen. Der Verfasser hat die Kontinentalitätskoeffizienten K für Sofia nach den bisher veröffentlichten Formeln (sieh Seite 193) berechnet. Man sieht sofort wie stark diese Werte voneinander abweichen und zeigen also keine entscheidende Übereinstimmung mit einer von den Klimaarten.

Ausgehend von dem Grundgedanken, dass das Klima eines Gebietes von den Typen der durch Luftmassen beeinflussten Wetterzustände bestimmt wird, ist der Autor zu folgendem Schluss gekommen:

Die Balkanhalbinsel liegt an der Peripherie des Gebietes, das von den über Europa einfliessenden Luftmassen aufgefüllt wird. Diese sind, überwiegend maritimen Ursprungs, erleiden jedoch hier (über dem Balkan) eine starke und ständige Transformation in kontinentale Luft. Davon macht nur die enge Küstenzone der Halbinsel eine Ausnahme. So bekommt seine Klima mehr kontinentalen Charakter. Dies wird von dem Verfasser als „a u t o k o n t i n e n t а l“ bezeichnet.

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