Кираджиев, Св. София като притегателен център на населението в България
Kiradshiev, S. Sofia als anziehungszentrum für Bevölkerung Bulgariens
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SOFIA ALS ANZIEHUNGSZENTRUM FÜR BEVÖLKERUNG BULGARIENS
Swetlin Kiradshiev
Zusammenfassung
Die Hauptursache für das schnelle Anwachsen der Bevölkerung Sofias nach der Beirelung (1878), als es zur Hauptstadt Bulgariens erhoben wurde, war seine strake Anzlehungskraft auf die Bevölkerung des Landes. Ende des XIX. und Beginn des XX. Jahrhunderts siedelten sich in Sofia viele Ansiedler an, die in die Hauptstadt kamen, am in der Verwaltung oder noch mehr in den neueröffneten Industriebetrieben, zu belten. Die Ansiedler kamen hauptsächlich aus West-Bulgarien (insbesondere aus den Kreisen Sofia, Radomir, Nowoselzi, Tran) und am meisten aus den Städten Samokov, Küstendyl, Panagürischte, Koprivschtiza, Pirdop, Tarnowo, Wraza u. a., entsprechend deren Bevölkerungszahl. Während der Zeitperiode 1880—1934 war der mechanische Zuwachs Sofias viermal grösser als der natürliche Zuwachs.
Seit dem 9. 9. 1944 bis heute sind die Übersiedlungen nach Sofia ebenfalls zahlreich, mechanische Zuwachs Sofias während dieser Periode ist fast gleich dem natürlichen Zuwachs. Sofia zieht die Umsiedler hauptsächlich seiner raschen industriellen Entwicklung wegen an. Die meisten, Ansiedler kommen aus den Kreisen von Sofia, Pernik, Küstendyl, Wraza und Michajlovgrad. Während in der Vergangenheit (bis 1934). Sofia eine viel grössere Anziehungskraft auf die Bevölkerung Bulgariens ausübte im Vergleich zu den übrigen grossen bulgarischen Städten, wird während der letzten Jahre das Umgekehrte beobachtet, was eine positive Erscheinung ist.
Die grosse Konzentration der Bevölkerung in Sofia macht energische Maßnahmen in eine Verringerung der Anziehungskraft Sofias und ein Verlangsamen des Anwachsens der Bevölkerung der Hauptstadt notwendig. Vor allem wird schon ein Streben nach Dezentralisation der neu gegründeten Betriebe beobachtet. Auch haben sich die Transportverbindungen Sofias mit den umliegenden Dörfern wesentlich gebessert, so daß das Ansiedeln der Bewohner dieser Dörfer in Sofia selbst sich bedeutend verringert hat. In einer Reihe von Städten wurden Hochschulen gebaut, um den Zufluss von Studenten nach Sofia zu verringern. Es werden auch administrative Massnahmen getroffen, um die Ansiedlungen in Sofia zu beschränken. In der Perspektive ist aber notwendig, daß in den umliegenden Ortschaften mehr neue Industriebetriebe aufgebaut werden, wo jene Arbeiter Beschäftigung finden können, die jetzt täglich zur Arbeit nach Sofia fahren und das Streben haben, sich in Sofia zu ständiger Arbeit anzusiedeln. Es sein sogar Sofioter Industriebetriebe Filialen in den umliegenden Ortschaften eröffnen. Es sollte die Vorbereitung der Industriekader in den Sofioter Fachschulen verbessert werden, damit nicht alljähreich einige Tausende junger Arbeiter aus der Provinz gerufen werden müssen. Eine Verbesserung der Lebensbedingungen und des Kundendienstes in den Ortschaften in der Umgebung Sofias und in West-Bulgarien würde ebenfalls das Streben nach Ansiedlumg in Sofia verringern.
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